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Mrz 2008
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von RA Florian Hitzelberger

Dominierten vergangene Woche noch die generischen Top Level Domains das Geschehen, hat sich das Blatt diesmal wieder gewendet: mit .eu, .rs und .cr haben gleich drei Länderkürzel Neues zu vermelden. Abgerundet wird das Bild mit zwei Kurzmeldungen zu .jp und .se.

EURid, die in Brüssel ansässige Verwaltungsstelle für alle Domain-Namen mit der Endung .eu (dotEU), hat die Regelungen für seine WHOIS-Daten leicht modifiziert. Um den Schutz persönlicher Daten zu verbessern, erhält man bei der WHOIS-Suche künftig gleich die Mitteilung, ob eine .eu-Domain verfügbar, vergeben oder von der Registrierung ausgenommen ist. Damit dürfte den meisten bereits geholfen sein. Will man weitere Informationen zu einer registrierten Domain, gibt man wie gewohnt in einem zweiten Schritt einen so genannten “Captcha”-Code ein, um sicherzustellen, dass die WHOIS-Daten nicht massenhaft automatisiert abgefragt werden. Erst dann erhält man weitere Informationen zur Domain. Allerdings bleibt es dabei, dass EURid nur sehr eingeschränkt Angaben zum Inhaber macht, insbesondere in aller Regel nur dessen eMail-Adresse veröffentlicht. Will man dann mehr erfahren, bedarf es einer gesonderten Anfrage bei EURid; hierfür steht unter “Downloads/Dokumente” ein Musterformular zur Verfügung.

Aus gegebenem Anlass wollen wir diesmal nochmals auf .rs hinweisen: seit Montag, dem 10. März 2008 hat das National Register of Internet Domain Names (RNIDS) den Registrierungsbetrieb aufgenommen. Egal ob Einzelperson oder Unternehmen, egal ob Wohn- bzw. Unternehmenssitz in Serbien oder nicht – nahezu jedermann kann damit über einen der aktuell 27 akkreditierten Registrare .rs-Domains anmelden, solange nur der Admin-C Serbe ist. Mit .co.rs, .org.rs, .edu.rs und .in.rs stehen fünf Subdomains zur Verfügung, die Endungen .ac.rs und .gov.rs sind akademischen und staatlichen Institutionen vorbehalten. Für die etwa 20.000 alten .yu-Domains gibt es eine Schonfrist bis zum 30. September 2009, Details für die Zeit danach gibt RNIDS noch rechtzeitig bekannt.

In Costa Rica hat die Domain-Verwaltung ihren Plan zur Liberalisierung überraschend schnell umgesetzt: bereits seit dem 3. März 2008 können .cr-Domains direkt unterhalb von .cr als Second Level Domains registriert werden. Diese Ebene tritt neben die bisher sieben offiziellen Subdomains, löst diese also nicht ab. Für 90 Tage haben die Inhaber von .cr Third Level Domains ein Erstzugriffsrecht auf das kürzere Pendant, wobei im Fall von Mehrfachbewerbungen der schnellere seine Domain bekommt. Weitere Informationen finden sich auf der Registry-Website, derzeit allerdings leider nur in spanischer Sprache; der englische Teil wird überarbeitet.

Zum Schluss noch zwei Kurzmeldungen: im Januar 2009 wechselt Schwedens Endung .se zu einem Registry-Registrar-System, so dass der Registrar mehr Kontrolle über die Domain erhält. Und eine erfreuliche Meldung aus Japan: .jp ist in den Kreis der Millionäre aufgestiegen; seit dem 1. März gibt es mehr als eine Million registrierte .jp-Domains.

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