22
Mai 2015
von RA Daniel Dingeldey

Im laufenden Monat Mai starteten bisher 12 Sunrises neuer Endungen, darunter .love, .news, bank, .cafe und weitere. Im Juni gehen unter anderem .movie, .dog und .taxi an den Start.

Eine .brand (Markenendung) hatte sich noch im Mai kurzfristig an den Start gemacht für die Sunrise: .erni ist nicht für die Registrierung durch Dritte zugänglich. Sie ist die Endung der schweizer Beratungs-Unternehmung ERNI, die mit dem Slogan wirbt »ERNI enables & delivers«. Für Mai steht nun nur noch .tech aus, deren Sunrise am kommenden Montag, 25. Mai 2015 beginnt.

Im Juni beginnen einige interessante Endungen ihre Sunrise-Phase, wie etwa .online, von der sich viele Domain-Investoren große Beliebtheit und gute Geschäfte versprechen. Schaut man sich an, wieviele Domain-Namen den Begriff »online« enthalten, liegt der Erfolg der Endung auf der Hand. Ebenso von Interesse dürfte .movie sein, denn auch hier kennt man von Kinotrailern den hinweis »derFilm« im Domain-Namen. Zudem starten mit .racing und .win zwei Wett-/Glückspieldomains, die angesichts der größe der Branche und deren Erfolg nicht ohne Registrierungen bleiben werden. Die weiteren Juni-Sunrise-Starts finden Sie in unserer Liste.

Unsere aktualisierte Liste der Sunrisestarts sieht wie folgt aus:

Montag 25. Mai 2015
.techDot Tech LLCSunrise bis 24. Juli 2015
Dienstag 02. Juni 2015
.movieDonutsSunrise bis 01. August 2015
Donnerstag 04. Juni 2015
.winFirst Registry LimitedSunrise bis 03. August 2015
.loandot Loan LimitedSunrise bis 03. August 2015
.racingPremier Registry LimitedSunrise bis 03. August 2015
.downloaddot Support LimitedSunrise bis 03. August 2015
.accountantdot Accountant LimitedSunrise bis 03. August 2015
Dienstag 09. Juni 2015
.dogDonutsSunrise bis 10. August 2015
.theaterDonutsSunrise bis 08. August 2015
.runDonutsSunrise bis 08. August 2015
.hockeyDonutsSunrise bis 08. August 2015
.taxiDonutsSunrise bis 08. August 2015
Donnerstag 18. Juni 2015
.onlineDotOnline Inc.Sunrise bis 17. August
Dienstag 07. Juli 2015
健康. (gesund)Stable Tone LimitedSunrise bis 08. September 2015
Montag 13. Juli 2015
.ticketsAccent Media LimitedSunrise bis 11. September 2015

Zur Zeit laufen folgende Sunrise Periods:

.casinoDonutsSunrise bis 23. Mai 2015
.footballDonutsSunrise bis 23. Mai 2015
.schoolDonutsSunrise bis 23. Mai 2015
.marketsIG Group Holdings PLCSunrise bis 17. Juni 2015
.bankfTLD Registry Services LLCSunrise bis 17. Juni 2015
网店. (shop)Zodiac Libra LimitedSunriseende bis 18. Juni 2015
.golfDonutsSunrise bis 27. Juni 2015
.toursDonutsSunrise bis 27. Juni 2015
.plusDonutsSunrise bis 27. Juni 2015
.goldDonutsSunrise bis 27. Juni 2015
.movieDonutsSunrise bis 27. Juni 2015
.faithdot Faith LimitedSunrise bis 29. Juni 2015
.datedot Date LimitedSunrise bis 29. Juni 2015
.reviewdot Review LimitedSunrise bis 29. Juni 2015
.expressDonutsSunrise bis 04. Juli 2015
.cafeDonutsSunrise bis 04. Juli 2015
.siteDotSite Inc.Sunrise bis 06. Juli 2015
.teamDonutsSunrise bis 18. Juli 2015
.showDonutsSunrise bis 18. Juli 2015
.jewelryDonutsSunrise bis 18. Juli 2015
.erniERNI Group Holding AGSunrise bis 20. Juli 2015

Informationen zu den Services des Trademark Clearinghouse (Sunrise Service, Claim Service) finden Sie im Whitepaper der united-domains AG. Beim Domain-Spezialisten united-domains AG können Sie auch Ihre Marke zum Trademark Clearinghouse und danach Domains für die Sunrise Periods anmelden. domain-recht.de ist ein Projekt von united-domains.de.

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22
Mai 2015
von RA Daniel Dingeldey

Die vergangenen Domain-Handelsmonate wiesen eine hohe Dichte an sehr teuren Zifferndomains auf. In dem Feld bewandert ist Guiseppe Graziano, der in einem Artikel und einer Informationsgraphik zwölf Regeln für die Bewertung und den Umgang mit Zifferndomains darstellt.

Ausgangspunkt für Grazianos Überlegungen ist der Zielmarkt für Zifferndomains: In China werden die höchsten Preise für die Domains gezahlt. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise für Zifferndomains um 100 Prozent. Herausragend war der Verkauf von 360.com für wahrscheinlich US$ 16 oder 17 Mio. von Vodafone an die chinesische Unternehmung QiHoo Technology, über den wir berichtet hatten. Doch nicht jede Zahl ist auf dem asiatischen Markt verkäuflich und gute Preise gibt es nur für reine Zifferndomains. Guiseppe Graziano liefert nun in einem zweiten Artikel, nachdem er bereits im vergangenen Jahr einen Artikel zum Thema veröffentlicht hatte, auf seinem Weblog ggrg.com Insiderinformationen und eine Infographik, die für Domain-Investoren und Interessierte eine enorme Hilfe darstellen. Eingangs stellte sich die Frage, warum Zifferndomains eine so gute Investition darstellen. Die wichtigsten Gründe sind nach Ansicht Grazianos die Liquidität der potentiellen Kunden und des Marktes, der angebotene Domains sofort wieder schluckt, die problemlose Überprüfbarkeit, da es sich nur um Zifferndomains handelt, deren WHOIS sich leichter automatisiert abrufen lassen, und aufgrund der üblichen Verschwiegenheitserklärungen in den Kaufverträgen.

Warum darüber hinaus in China Zifferndomains derart erfolgreich sind, hängt unter anderem mit dem Klang der gesprochenen Zahl zusammen, der mit dem eines ähnlich klingenden Wortes verknüpft und dessen Bedeutung der Zahl zugesprochen wird. Zu den beliebtesten Zahlen zählen 8, 6 und 9. Die Zahl 8 erlangt ihren guten Ruf, da sie in Mandarin ausgesprochen »ba« lautet, was wie »fa« klingt, dem Wort, welches Reichtum bezeichnet. Die 4 hingegen gilt als schlechte Zahl, da sie »si« ausgesprochen wird, was der chinesischen Bezeichnung für Tod entspricht. Aufgrund der Bedeutungsverknüpfung lassen sich in Zahlen ganze Aussagen formulieren, die in China verstanden werden. Graziano gibt das Beispiel von 518.com, wobei fünf (»wu«) für »Ich« steht, eins (»yi« in Mandarin und »yao« auf chinesisch) für »wollen« und acht für »Reichtum«. Auch für Zifferndomains gilt: je kürzer, desto besser. Graziano meint, unter .com sind maximal 5 Ziffern sinnvoll; unter .net und den beiden anderen Endungen, die für diesen Markt relevant sind, .cc und .cn, sind maximal 4 Ziffern sinnvoll. Zifferndomains unter anderen Endungen sind praktisch nicht relevant für den chinesischen Markt. Darüber hinaus finden sich weitere wichtiges Tipps und Erklärungen, wie dass Zifferndomains mit Bindestrich bei Chinesen nicht ankommen.

Doch ehe man jetzt loszieht und versucht, handverlesene Zifferndomains zu registrieren, sollte einem der wichtigste Tipp nicht entgehen: der Zifferndomain-Markt in China ist ein reiner Secondary Market, das heißt: ist eine Zifferndomain noch nicht registriert, dann ist sie in 99 Prozent der Fälle wertlos.

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21
Mai 2015
von RA Florian Hitzelberger

Die Internet-Verwaltung ICANN hat angekündigt, den Registry-Vertrag mit Tralliance Registry Management Company LLC für die im Jahr 2005 eingeführte Top Level Domain .travel verlängern zu wollen.

Wie sich dem am 12. Mai 2015 veröffentlichten Entwurf entnehmen lässt, soll der Registry-Vertrag allerdings einige Änderungen erfahren. So soll für .travel-Domains künftig neben der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP) auch die Uniform Rapid Suspension (URS) gelten; sie war im Zuge des nTLD-Progamms etabliert worden. Für die 18.918 .travel-Domains, die laut ICANN im Januar 2015 registriert waren, mag das keine große Bedeutung haben; offenbar ist ICANN aber daran gelegen, die URS über die Hintertür der Verlängerung des Registry-Vertrages auch bei allen anderen generischen Top Level Domains einzuführen. Mit .pw und .us hatten zuvor bereits zwei Länder-Endungen die URS freiwillig übernommen. Vorerst hat nun die Öffentlichkeit Gelegenheit zur Stellungnahme; bis spätestens 21. Juli 2015 sollte man aber die Einigung erzielt haben, denn dann endet der aktuelle Registry-Vertrag.

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21
Mai 2015
von RA Daniel Dingeldey

Das Oberlandesgericht in Düsseldorf hatte in einem Urteil von Ende 2014 zu überprüfen, wie viel Schadensersatz für eine aufgrund eines Festplattencrashs beim Web-Hoster zerstörte Internetseite zu zahlen und ob ein Abzug “neu für alt” auch bei Internetseiten vorzunehmen ist.

Die Klägerin hatte sich 2006 eine Webseite für gut EUR 5.000,– erstellen lassen und diese ab Juli 2011 über die Beklagte gehostet. Die Beklagte ihrerseits hatte einen Dritten mit dem Hosting der Webseite beauftragt. Im Juni 2012 gab es bei letzterem einen Server-Crash, und die Website der Klägerin wurde zerstört. Weder die Klägerin noch die Beklagte noch deren Hostingdienstleister hatten ein Backup der Webseite. Die Seite konnte – auch nicht mit archive.org – nicht wiederhergestellt werden. Es dauerte bis einschließlich Dezember 2012, bis die Klägerin wieder eine funktionierende Webseite hatte. Sie machte vor dem Landgericht Duisburg Schadensersatz in Höhe von EUR 5.068,04 und Nutzungsausfall in Höhe von EUR 3.000,– gegenüber der Beklagten geltend. Bereits im Juni 2014 kam das LG Duisburg zu dem Ergebnis, dass der Beklagten lediglich EUR 1.267,01 an Schadensersatz und kein Nutzungsausfallersatz zustünde (Urteil vom 25.07.2014, Az.: 22 O 102/14). Nach Ansicht des Landgerichts war die Beklagte aufgrund des mit der Klägerin bestehenden Webhostingvertrages jedenfalls dazu verpflichtet, die Daten der Klägerin zu sichern, auch wenn das nicht ausdrücklich im Hostingvertrag stand. Gegen diese Pflicht hat die Beklagte schuldhaft verstossen, weshalb sie schadensersatzpflichtig ist. Der Schaden fällt allerdings geringer aus, als von der Klägerin geltend gemacht. Die Kosten der Erstellung einer Webseite entsprechen denen, die die Klägerin angegeben hat, wie ein Gutachter nachvollziehbar bestätigte. Allerdings muss sie sich einen Abzug »neu für alt« anrechnen lassen, weil sie, auch wenn sie auf lange Sicht keine neue Webseite erstellen lassen wollte, mit der neuen Webseite eine modernere erhalten hat, die auf Jahre hin genutzt werden kann. Laut dem Gutachten beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer eine Webseite acht Jahre. Da die zerstörte Webseite 2006 erstellt wurde, errechnete sich so der Schadensbetrag von EUR 1.267,01 aus dem geltend gemachten Schadensersatzanspruch von EUR 5.068,04 (bei achtjähriger Laufzeit, von denen sechs bereits vergangen sind, beträgt der ausgeurteilte Schadensbetrag 1/4). Ein Anspruch auf Nutzungsausfallentschädingung (§§ 280 Abs. 1, 241 BGB) besteht nicht, da die Klägerin zu diesem Schaden nicht substantiell vorgetragen hat. Der allgemeine Vortrag hinsichtlich des Mehraufwandes, weil Rechnungen postalisch an Kunden versandt werden mussten und keine Neukunden über die Webseite gewonnen werden konnten, reicht als Grundlage für eine Schadensberechnung nicht aus.

Die Klägerin war mit dem Urteil des Landgerichts Duisburg nicht zufrieden und ging in Berufung zum Oberlandesgericht Düsseldorf. Dieses wies die Berufung zurück und bestätigte die Entscheidung des Landgerichts (Urteil vom 30.12.2014, Az.: I-22 U 130/14). Über die Frage, ob die Beklagte tatsächlich vertraglich verpflichtet war, ein Backup zu erstellen, konnte das OLG Düsseldorf nicht entscheiden, da das nicht Thema der Berufung war. Das OLG geht auch von den im Gutachten genannten Herstellungskosten in Höhe von EUR 5.068,04 für die Erstellung der neuen Webseite aus, und davon, dass ein Abzug »neu für alt« vorgenommen werden müsse. Zwar unterliege eine Webseite, da sie kein körperlicher Gegenstand ist, keinem Verschleiß. Doch gibt es einerseits die vordergründige technische Besserstellung durch graphische Effekte und die im Hintergrund laufende Verbesserung, die den künftigen Aufwand der Klägerin im Hinblick auf Updates ersparen. Zudem wurde die Sicherheit der Webseite verbessert, indem sie den aktuellen Gegebenheiten angepasst wurde. Diese technischen Neuerungen stellen einen vermögenswerten Vorteil für die Klägerin dar. Dass sie die alte Webseite 20 Jahre ohne Update nutzen wollte, wertete das Gericht als lebensfremd für ein Dienstleistungsunternehmen wie die Klägerin, die mit der Webseite auch Kunden werben will. Die Höhe des Abzugs »neu für alt« bestätigte das OLG Düsseldorf ebenfalls und hatte keine Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens in diesem Zusammenhang. Schließlich verneint das OLG Düsseldorf auch den Anspruch auf Nutzungsausfallentschädigung, da die Klägerin dessen Höhe nicht substantiiert dargelegt hatte. Das Landgericht Duisburg hatte die Klägerin mehrfach darauf hingewiesen, sie müsse ihren Vortrag substantiieren, doch die Klägerin habe ihn nicht konkretisiert. So fehle unter anderem der Vortrag zu den vielen Arbeitsstunden der Mitarbeiter, der als Mehraufwand zusätzlich angefallen sein soll. Aus diesen Gründen wies das OLG Düsseldorf die Berufung der Klägerin zurück.

Auf das Domain-Recht spezialisierte Anwälte findet man auf Domain-Anwalt.de, einem Projekt der united-domains AG.

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20
Mai 2015
von RA Florian Hitzelberger

Die Stadt New York geht bei der Vergabe ihrer Top Level Domain .nyc neue Wege: im Interesse einer effektiven Verwaltung soll die Öffentlichkeit mitentscheiden, wie sich die Registrierung künftig gestaltet.

Konkret möchte man beispielsweise wissen, wie viel die Registrierung kosten soll, ob es unterschiedliche Gebührenmodelle für Unternehmen und Einzelpersonen geben soll, ob einige der 3.000 Premium-Domains an den Höchstbietenden versteigert oder auf andere Weise vergeben werden sollen oder wie soll die New Yorker Öffentlichkeit mit .nyc vertraut gemacht werden. An der so genannten »Nexus Policy« wird man allerdings keine Änderungen zulassen. Sie sorgt dafür, dass .nyc lediglich von solchen Personen oder Organisationen registriert wird, die über eine tatsächliche physische Adresse innerhalb des Stadtgebiets verfügen; reine Briefkastenadressen (»P.O. Box«) reicht nicht aus. Gänzlich ohne Grenzen ist die Mitsprache der Öffentlichkeit ohnehin nicht: im Rahmen eines Memorandum of Understanding (MOU) haben sich das Department of Information and Telecom Technology, die Economic Development Corporation und das Office of Innovation and Technology bereits auf Grundzüge verständigt.

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Stand: 01. Mai 2015
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