28
Aug 2015
von RA Daniel Dingeldey

Die International Trademark Association (INTA) lädt für Dezember 2015 zur »Geographical Names Conference: Protecting and Enforcing Geographic Names, GIs, Trademarks and Domain Names« nach Rom.

Die Konferenz geht auf die für Marken und Brands so wichtigen geographischen Indikatoren ein, die auch Themen internationaler Handelsverträge und Verordnungen sind. Damit stellt sich automatisch die Frage, wie man Produkte schützt, die mit einem bestimmten Ort in Verbindung stehen. Die Konferenz beginnt am 10. Dezember, nach Registrierung und Frühstück, mit einer Begrüßung durch INTA-President J. Scott Evans und Enrico Zanoli (Vorsitzender der Ordine Dei Consulenti). Alsdann widmet sich der Tag dem Schutz von geographischen Begriffen und Kennzeichen im Allgemeinen und den sich wandelnden Kennzeichen-Strategien in einer sich wandelnden Zeit. Dabei kommen auch Inhaber von geographischen Kennzeichen zu Wort. Am Freitag, dem 11. Dezember, geht es weiter mit einem Vortrag von Natalie Corthésy unter dem Titel »Trademarks, Towns and Territories«, in dem sie den Trend, Städtenamen und andere als Marken zu registrieren, untersucht. Danach werden von Eduardo Salierno am Beispiel Rom Branding-Strategien vorgeführt. Schließlich wendet sich die Konferenz am Nachmittag in einer Diskussionsrunde den neuen geoTLDs und Fragen des Internets zu. Allerlei Rechtsfragen und weiteres werden in unterschiedlichen Vorträgen ebenfalls angesprochen.

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28
Aug 2015
von RA Florian Hitzelberger

Die Registrierung von Domain-Namen unterhalb der australischen Länderendung .au steht vor einschneidenden Änderungen.

Das von der Registry .au Domain Administration Ltd. (auDA) eingesetzte »2015 Names Policy Panel« hat sich dafür ausgesprochen, in Zukunft eine Registrierung direkt unter .au zu erlauben; bisher müssen die Nutzer auf offizielle Subdomains wie .com.au ausweichen. Die Argumente sind bestechend: derartige Domains seien kürzer, attraktiver und leichter zu merken. Dabei soll .au jeder australischen Person oder Organisation offenstehen; der Namensraum unterhalb einer der Subdomains bliebe parallel bestehen. Vor allem Markeninhaber sollten die Entwicklungen im Auge behalten, denn eine Sunrise Period für die kurzen .au-Domains ist derzeit nicht geplant; allerdings sollen die Inhaber aktuell bereits registrierter .au-Domains ein Vorrecht bei der Registrierung direkt unterhalb von .au erhalten, ohne dass zwischen den verschiedenen Subdomains differenziert wird. Vorerst hat die Öffentlichkeit Zeit bis 30. September 2015, um die geplanten Änderungen zu kommentieren; ob und wann sie umgesetzt werden, bleibt also abzuwarten.

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28
Aug 2015
deaktiviert
von RA Daniel Dingeldey

Nicht nur die Washington Post beschäftigt sich seit der Google-Domain abc.xyz mit den nTLDs, schon früher hatte Christopher Hofmann Lausen Fachleute aus dem Bereich Namens- und Markenberatung zu Tipps für den Einsatz neuer Domain-Endungen befragt. Wir haben uns seinen – empfehlenswerten – Artikel näher angesehen.

Christopher Hofmann Lausen, der erst kürzlich einen lesenswerten Artikel mit 50 Beispielen für Unternehmen, die zu einer nTLD wechselten, lieferte, gibt nunmehr 21 Tipps, wie man die richtige Domain unter den neuen Domain-Endungen findet. Dabei zieht er Informationen und Einschätzungen von Namensspezialisten und -beratern hinzu, die ihre Zeit damit verbringen, neue Brandings für Unternehmen zu entwickeln. Da wir hier keinen Platz für 21 Tipps haben, geben wir ausgewählte Eindrücke wieder.

Die Ansichten der Fachleute sind nicht immer einheitlich. Während die einen erklären, sie empfehlen immer .com und auf eine nTLD sollte man erst setzen, wenn andere bekannte Unternehmen auf deren Zug aufgesprungen sind, meinen andere, man könne Zeichen setzen und sich von der Konkurrenz absetzen, wenn man frühzeitig auf nTLDs setzt. Frühzeitige Klarheit darüber, ob man auf .com setzt oder eine nTLD, hilft bei späteren Entscheidungen. In jedem Falle aber gelten die altbekannten Regeln: Kurz soll die Domain sein, leicht zu merken und leicht verständlich (auch klanglich); am besten sollte sie auch gleich erklären, was man macht. Das bietet sich gerade bei den neuen Endungen an, etwa wenn sie das Geschäftsfeld widerspiegeln, in dem man tätig ist. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man beispielsweise im Immobiliengeschäft tätig ist: hier bieten sich allein elf Endungen an, von .realtor und .realestate über .property und .maison bis .farm und .villas. Auch Fotographen werden so ihre Schwierigkeiten haben, bei .pics, .photos, .photography, .camera und Konsorten.

Domain-Name und Domain-Endung sollten miteinander harmonieren. Wichtig dabei ist, abzuschätzen, wo potentielle Kunden die Domain zu Gesicht bekommen: lediglich als URL, in Zeitschriftenanzeigen oder auf großen Leinwänden. Ein weiteres, wesentliches Kriterium, welches Joseph Peterson in einem eigenen langen Artikel über Domain-Alternativen deutlich mitberücksichtigt, ist die Haltbarkeit einer Domain. Manche Endungen sind lediglich eine Behelfslösung und als solche einer Mode unterworfen, die nach ein paar Jahren out ist. Das kann etwa für .io-Domains gelten, die vor einigen Jahren von Tech-Firmen genutzt wurden, weil es keine geeigneten .com-Domains mehr gab. Mit den neuen Endungen ändert sich das; aber auch deren Bestand mag sich über die Jahre abschwächen, was etwa .guru und .ninja betreffen könnte. Die Entscheidung zur richtigen Endung sollte zudem die Entwicklung des eigenen Unternehmens vorwegnehmen und Zukunftsmärkte schon jetzt miteinbeziehen. Bei der Wahl des Domain-Namens ist zudem zu berücksichtigen, ob die Social Media Namen noch zu haben sind. Schließlich sollte man vor Registrierung einer Domain immer prüfen, dass die Domain und ihre Nutzung nicht zu Rechtsverletzungen, etwa bei Marken und Namen, führt.

Alles in allem sind die 21 Tipps von Christopher Hofmann Lausen sehr hilfreich, auch wenn in vielen nur die bekannten alten Weine transportiert werden. An diese erinnert zu werden und gleich einschlägige Erwägungen von Fachleuten mitgeliefert zu bekommen, ist in jedem Fall ein Gewinn. Einen schnellen ersten Blick auf die Registrierbarkeit von Namen unter einschlägigen Domain-Endungen und den wichtigen Social Media Plattformen bekommt man übrigens unter namecheck.com, wie domain-recht,de ein Projekt der united-domains AG.

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27
Aug 2015
deaktiviert
von RA Florian Hitzelberger

In God we trust, all others should use a .ie domain: mit diesen selbstbewusst-markanten Worten hat die irische Domain-Verwaltung IEDR darauf aufmerksam gemacht, dass .ie besondere Sicherheit bietet.

Aktuell seien über 200.000 .ie-Domains registriert; diese Zahl wachse jährlich um etwa sechs Prozent. Etwa 80 Prozent aller Registrierungen gehen entweder auf Unternehmen oder auf Einzelhändler zurück, wobei 90 Prozent ihren Sitz in Irland haben. Der Grund, warum man so viel über seine Nutzer wisse, sei, dass man jede Registrierung auf Validität überprüfe. Dabei habe man nicht das Ziel, wie der große Nachbar .uk auf 166 Domains pro 1.000 Einwohner zu kommen, oder sogar auf 332 Domains pro 1.000 Einwohner wie in Holland. Man wolle vielmehr die Kosten gering halten und dafür sorgen, dass .ie unzweifelhaft für Irland steht. Wer sich damit identifiziert und zugleich eine sichere Domain-Endung haben möchte, der sollte sich demnach noch heute für eine Registrierung entscheiden.

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27
Aug 2015
deaktiviert
von RA Florian Hitzelberger

Wer braucht schon .com, wenn neue Top Level Domains im Trend liegen? Diese provokante Frage wirft die renommierte Tageszeitung »Washington Post« auf – und liefert die Antwort mit praktischen Beispielen gleich mit.

Die Registrierung der Domain abc.xyz durch die neu gegründete Google-Holding Alphabet Inc. hat die neuen Top Level Domains schlagartig ins Licht der Weltöffentlichkeit gebracht. Allerdings ist Google nicht der erste, der nTLDs für sich entdeckt hat – aktuell sind über 7,1 Millionen Domains unter neuer Endung registriert. So suchten etwa zahlreiche Unternehmen nach einer Alternative, da die gewünschte .com-Domain bereits vergeben war. Diese von der Washington Post als »not-coms« bezeichnete Gruppe von technikaffinen Internetnutzern wich deshalb auf die neuen Endungen aus; sie sind ein »eye-catcher« und trendig. Jeff Davidoff, Chief Marketing Officer bei Donuts Inc., spricht im Zusammenhang mit den »not-coms« sogar schon vom »new normal«.

Beispiel gefällig? Wie wäre es mit republic.bike, der Domain des in Dania Beach (US-Bundesstaat Florida) ansässigen Fahrradherstellers Republic Bike Inc. Nach Angaben von Präsident Avery Pack steckt dahinter ein Wink an die Kunden, dass man kein Hersteller im traditionellen Sinne sei. Daher setzt man die Domain vorrangig in der Werbung ein; wer es dagegen über die .com-Variante republicbike.com versucht, landet ebenfalls auf der Unternehmenswebsite. Oder wie wäre es mit Piercy Bowler Taylor & Kern, einem Buchführungsunternehmen mit Sitz in Las Vegas und Salt Lake City. Dort hat man gleich vier Adressen mit nTLD in Nutzung, nämlich pbtk.vegas, 401kaudit.vegas, taxaccountant.vegas und certifiedpublicaccountant.vegas. Da .com bereits vergeben war, nutzt man jetzt .vegas, um die lokale Präsenz und die Spezialisierung auf die Glücksspiel- und Beherbergungsbranche zu unterstreichen, wie Marketing-Director Shannon Hiller betont. Oder wenn es nicht ganz so neu sein soll: das Postkartenunternehmen myTab aus San Francisco ist unter mytab.travel im Netz präsent. Damit hat man bares Geld gespart, denn die .com-Variante war laut Präsident Heddi Cundle nur gegen Zahlung von US$ 100.000,– zu bekommen. Die Alternativ-Endung .co sei dagegen für die Nutzer verwirrend gewesen, so dass man das Problem mit .travel gelöst hat.

Dass es allerdings nicht unbedingt eine neue Domain-Endung sein muss, belegt das Beispiel quinn.pr. Die Domain hat das New Yorker PR-Unternehmen Quinn registriert, als man die eigene Firmenbezeichnung von »Quinn & Co.« auf »Quinn« gekürzt und zugleich die Zielgruppe vergrößert hat. Für Inhaberin Florence Quinn ist die Domain klarer, frischer und ganz ihr Stil. Allerdings handelt es sich bei .pr um keine nTLD, sondern um die Länderendung von Puerto Rico. Manchmal muss man also nicht zum Neuen schweifen, denn das Altbewährte liegt so nah.

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Stand: 01. August 2015
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