01
Okt 2014
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von RA Florian Hitzelberger

Die kalifornische DotGreen Community Inc. ist zurück: nachdem man sich im Oktober 2013 als einer von vier Bewerbern um die neue Top Level Domain .green noch freiwillig aus dem Rennen zurückgezogen hatte, hat man jetzt bekanntgegeben, sich mit Afilias Limited auf eine langfristige Partnerschaft verständigt zu haben.

Afilias hatte sich im März 2014 im Rahmen einer privaten Auktion den Zuschlag für .green gesichert. Gerade weil eine Auktion über die Zuteilung entschied, hatte sich die DotGreen Community Inc. zurückgezogen; man sah keine Möglichkeit, sich gegen die finanzstarke Konkurrenz durchzusetzen. Offenbar hat sich Afilias aber jetzt daran erinnert, dass sich DotGreen bereits seit 2007 für ökologische Projekte einsetzt und nicht zuletzt wegen seiner Gründerin und CEO Annalisa Roger hohe öffentliche Wertschätzung geniesst, die jetzt .green doch noch zu Gute kommen soll. Parallel wurde bekannt, dass man sich bei DotGreen mit Kathy Nielson von Sedo verstärkt hat; sie wird dort künftig als Executive Director of Registry Operations and Channel Relations tätig sein. Afilias bleibt als Backend-Registry an Bord. Obwohl es für .green bisher noch keinen Starttermin gibt, könnte Afilias mit diesem Schritt die Chancen für .green am Markt deutlich erhöht haben.

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01
Okt 2014
0
von RA Florian Hitzelberger

Noch dominiert das Oktoberfest die Schlagzeilen zu Bayern, jedoch dürfte sich das schon bald ändern: seit dem 30. September 2014 können erstmals Domains mit der Endung .bayern registriert werden. Nach Berlin, Hamburg und Köln startet damit die vierte Region mit ihrer eigenen Top Level Domain neu durch.

In den Registrierungs-Statistiken dominieren bisher zwei Endungen: .com als mit Abstand erfolgreichste generische Endung und .de als erfolgreichste Länder-Endung. Für regional begrenzte Angebote existierten dagegen mit Ausnahme der im Jahr 2005 eingeführten .cat (Katalonien) bisher keine passenden Endungen. In diese Lücken stoßen Geo-TLDs, wie sie erstmalig im Rahmen des nTLD-Programms von ICANN möglich wurden. Die Nachfrage war entsprechend groß: allein in Nordrhein-Westfalen konkurrieren künftig die drei Endungen .koeln, .ruhr und .nrw miteinander, während die Hauptstadt-Endung .berlin aktuell schon 140.000 registrierte Adressen vorweisen kann. Diese Chance wollte man sich offenbar auch in Bayern nicht entgehen lassen, und hat mit der Bayern Connect GmbH einen Bewerber ins Rennen geschickt, der sich mit Unterstützung der bayerischen Staatsregierung inzwischen den Zuschlag sichern konnte. Nach Abschluss von Sunrise- und Landrush-Phase wird .bayern nunmehr ab dem 30. September für jedermann nach dem “wer zuerst kommt, mahlt zuerst”-Prinzip erhältlich sein. Selbst für Personen und Unternehmen, die ihren Sitz jenseits des Weisswurst-Äquators haben, steht .bayern also offen.

Dem Anlass angemessen, berief die bayerische Staatsregierung am 29. September 2014 eine eigene Pressekonferenz ein.

Heimat findet jetzt auch im Internet statt.”,

so Finanzminister Markus Söder (CSU). Das Finanzministerium selbst geht mit gutem Beispiel voran: unter finanzministerium.bayern erfährt man ab sofort, was Söder mit den bayerischen Steuereinnahmen vorhat. Neue Domains wie hostels.bayern erklären unmittelbar und eindeutig im Domain-Namen, dass es sich um ein Angebot günstiger Schlafmöglichkeiten in Bayern handelt – und eben nicht in Berlin, Hamburg oder Köln. Diese Bedeutung musste bisher in die Second Level Domain gequetscht werden oder entfiel, um die Domain nicht zu lang werden zu lassen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für .bayern ist auch der Wert der Marke Bayern. »Bayern ist eine Marke, Made in Bavaria – das kennt jeder«, so Söder. Ein Selbstläufer ist .bayern gleichwohl nicht, da nicht jeder Unternehmer gewillt sein wird, seine bisherige Domain aufzugeben. Das wirtschaftliche Potential für Städteund regionale Endungen ist aber groß und der Zeitpunkt, sich eine attraktive .bayern-Domain zu sichern, könnte nicht besser sein.

Der bayerische Domain-Registrar united-domains AG, dessen Projekt domain-recht.de ist, konnte zahlreiche Vorbestellungen für die .bayern-Domain einsammeln und verbindliche Bestellung zu 90 Prozent für seine Kunden realisieren. »Geographische Domains wie .bayern stoßen bei unseren Kunden auf besonders großes Interesse«, so Florian Huber, Vorstandsvorsitzender der united-domains AG.

Die neuen Adressen im Internet bringen viele zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten. Mit .bayern können Webseitenbetreiber jetzt Ihr Angebot mit der Marke Bayern verbinden und so vom positiven Image des Freistaats profitieren.”

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30
Sep 2014
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von RA Florian Hitzelberger

Gut 43.000 registrierte Domains seit dem Start der Live-Phase am 09. September 2014 vermelden die Statistiker für die britische Metropol-Domain .london.

Angesichts von allein 13 Millionen Einwohnern ist das ein eher bescheidenes Ergebnis, selbst wenn man die unzähligen dort ansässigen Unternehmen und Organisationen ausblendet. Doch ausgerechnet die Registry Dot London Domains Limited selbst trägt hieran nicht unwesentlich Anteil: die Liste der zu Gunsten der Verwalterin reservierten Premium-Domains weist stattliche 65.536 Adressen aus, stehen also für die allgemeine Registrierung lediglich zu deutlich erhöhten Gebühren zur Verfügung. Damit übersteigt die Zahl der reservierten Domains die Zahl der derzeit registrierten Domains deutlich. Kaum nachvollziehbar ist auch, welche Kriterien zur Aufnahme in die Liste geführt haben: so finden sich neben zahlreichen Drei-Zeichen-Domains Adressen wie affenpinscher.london, arses.london, bomb.london, guns.london oder rape.london. Verständlich wäre gewesen, wenn man diese Adressen sperrt; warum sie aber mehr wert sein sollen als viele andere Adressen, ist nicht einmal für Experten erklärlich, zumal childporn.london oder nakedchildren.london sogar frei zu den üblichen Gebühren registriert werden können. Mit dieser Strategie könnte sich die Registry selbst ein Bein gestellt haben, was schade wäre: als attraktive Städte-Domain hat .london großes Potential.

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30
Sep 2014
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von RA Daniel Dingeldey

Die .com- und .net-Registry VeriSign Inc. ruft zur Gründung einer neuen »Registration Operations Industry Association« (ROA) auf: die auf technische Fragen zu neuen Top Level Domains spezialisierte Organisation soll offenbar ein Gegengewicht zur Domain Name Association (DNA) bilden.

Am 12. September 2014 trat Scott Hollenbeck, Senior Director von VeriSign, im unternehmenseigenen Blog erstmals mit dem Vorschlag in die Öffentlichkeit, eine Vereinigung zu gründen, die sich mit den technischen Aspekten der Registrierung und Verwaltung von Domain-Namen über das Extensible Provisioning Protocol (EPP) befasst. Das EPP wurde von Hollenbeck selbst ab November 2000 geschrieben und verfasst, und hat sich seither zum Standard entwickelt, über den die Registries und Registrare sämtliche Transaktionen zu den Domain-Namen mit generischer Endung (gTLDs) und zahlreichen Länderendungen (ccTLDs) abwickeln. Wie Hollenbeck ausführt, gäbe es zahlreiche Gremien, die sich mit dem politischen Aspekt von Domains befassen; ein Forum für die Diskussion der technischen Aspekte der Registrierung und Verwaltung von Domains über EPP gäbe es bisher jedoch nicht. Die dafür zuständige Arbeitsgruppe der Internet Engineering Task Force (IETF) habe ihre Arbeit im April 2004 eingestellt. Über die letzten Monate habe er zahlreiche Gespräche mit den Betreibern von Top Level Domains geführt und dabei viel Unterstützung für das Vorhaben festgestellt. Wie ernst es VeriSign damit inzwischen meint, zeigt allein der Umstand, dass man den Begriff »Registration Operations Industry Association« bereits markenrechtlich hat schützen lassen.

Auf wenig Begeisterung stößt dieser Plan hingegen bei der Domain Name Association. Die erst in diesem Jahr gegründete, gemeinnützige Organisation versteht sich als Interessenvertreter und Sprachrohr der Domain Name Industry, in der sowohl die Registries als auch die Registrare vertreten sind. Zu ihren Mitgliedern gehören zum Beispiel GoDaddy, Afilias, Donuts, Google, Amazon, Neustar und Nominet; VeriSign dagegen ist trotz seiner Stellung als wichtigste Domain-Verwaltung weltweit kein Mitglied der DNA. Ihr Executive Director ist Kurt Pritz, vormaliger Senior Vice President von ICANN und als das öffentliche Gesicht des nTLD-Programms ein gewiefter Strippenzieher. Zwar stimmte er Hollenbeck zu, dass ein größeres formales Ausmaß an Kooperation zwischen Registries und Registraren allen zu Gute komme; der dafür geeignete Platz sei jedoch aufgrund ihrer multifunktionalen und globalen Vielfalt die DNA. Er lud daher Hollenbeck und andere Vertreter von VeriSign ein, an dieser Kooperation teilzunehmen, gleich ob sie der DNA nun beitreten würden oder nicht.

Ob es am Ende zu einer solchen Kooperation kommt oder zwei rivalisierende Verbände gegeneinander antreten, ist derzeit nicht abzusehen. VeriSign hat für 16. Oktober 2014, unmittelbar im Anschluss an das ICANN-Meeting in Los Angeles, zu einer ersten Informationsveranstaltung geladen. Zu hoffen bleibt allerdings, dass die Gründung zweier Interessensgruppen nicht zur Entwicklung unterschiedlicher technischer Standards und damit dazu führt, dass sich die Domain Name Industry in einem Kleinkrieg verzettelt, denn damit wäre den Domain-Inhabern und Kunden am wenigsten geholfen.

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29
Sep 2014
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von RA Florian Hitzelberger

»Begeisterung«, »Dröhnen«, »Energie« – wer das englische Wort »buzz« in Wörterbüchern nachschlägt, findet diese Übersetzungen angeboten.

Der .buzz-Registry Dotstrategy Co. könnte es aktuell jedoch ein bisschen viel der Dröhnung sein: Wie CEO William Franklin Doshier feststellen musste, erfreut sich die TLD wachsender Begeisterung unter Cannabis-Freunden aus dem US-Bundesstaat Colorado, insbesondere der Stadt Boulder. Mit dem Beginn der Liberalisierung des Verkaufs von Marihuana in einigen Bundesstaaten wie Colorado und Washington ist das Interesse an entsprechenden Domains sprunghaft angestiegen. Hierzu gehören Domains wie seattledispensaries.buzz, legalweed.buzz und sogar weedstocks.buzz. Doshier hatte erkannt, dass dahinter eine besonders aktive Community steckt, und deshalb unter der Adresse namethebee.buzz sogar ein eigenes Logo für die Cannabis-Community kreiert. Allerdings birgt diese Strategie auch das Risiko in sich, andere Interessenten an .buzz abzuschrecken, um nicht in ein schlechtes Licht zu geraten. Dass sich »buzz« auch mit »(leichter) Rausch« übersetzen lässt, könnte manchem dann zu spät einfallen.

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Stand: 01. September 2014
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