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Mrz 2004
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von RA Florian Hitzelberger

Das österreichische Länderkürzel .at konnte das Spektakel um die neuen Umlaut-Domains bisher gelassen verfolgen. Doch bald wird es ernst: als vorerst letzte wichtige Vergabestelle lässt nun auch Nic.at ab kommenden Mittwoch, den 31. März um 12.00 Uhr die Registrierung internationalisierter Domain-Namen (IDNs) nach dem Punycode-Standard zu.

Die Vergabe folgt wie gewohnt nach dem Prioritätsgrundsatz (first come, first served). Einschränkungen gibt es lediglich bei der Anzahl der angebotenen Zeichen. So stehen im Gegensatz zu .de nicht insgesamt 92, sondern nur 34 neue Sonderzeichen zur Auswahl. Das Angebot deckt jedoch neben den praxisrelevanten Umlauten auch einige Zeichen aus anderen europäischen Sprachen ab, so dass für die User kaum Nachteile entstehen. Nic.at profitiert von den Erfahrungen, die man in Deutschland und in der Schweiz mit der Einführung von Umlaut-Domains gesammelt hat. So können .at-IDNs zum Beispiel in den ersten 14 Tagen nur über Domain-Registrare registriert werden; die Registrierung über das Web-Interface von Nic.at und für Endkunden ist erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Um den erwarteten Ansturm bewältigen zu können und eine Limitierung zu setzen, wird es nur eine einzige eMail-Schnittstelle geben, über die IDNs registriert werden können. Jeder Registrar muss sich hierfür eigens freischalten lassen. Damit will Nic.at die Stabilität der Systeme sicherstellen.

Eine Sunrise Period zum Schutz für Markeninhaber gab es auch in Österreich nicht. Wer eine bestimmte .at-Domain mit Umlauten im Visier hat, sollte kostenlose Vormerkungsangebote nutzen, um die Chance auf eine Zuteilung deutlich zu erhöhen.

Die Einführung von Umlaut-Domains dürfte wohl in keinem anderen Land – allein schon wegen des Landesnamens – mehr herbeigesehnt worden sein als in Österreich. Zahlreiche Unternehmen wie die Österreichische Bundesbahn, die Österreichische Nationalbank oder die Österreichische Volksbanken AG werden sich ihre Umlaut-Adresse sichern und so das “Ö-Problem” elegant lösen. Experten empfehlen betroffenen Unternehmen aber unbedingt, neben der Umlaut-Variante auch die herkömmliche Domain beizubehalten, um auch für ausländische Nutzer ohne Umlaute auf der Tastatur einen reibungslosen Zugriff auf das Webangebot zu ermöglichen.

Eine Zeichentabelle mit allen 34 zulässigen Zeichen für .at finden Sie hier. Vorbestellungen von .at-Umlaut-Domains sind beispielsweise bei der united domains AG möglich.

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Stand: 01. Mai 2013
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