Die Puntueus Fundazioa, Registry der baskischen geoTLD .eus, muss sich mit verstärktem DNS-Missbrauch auseinandersetzen. Am 05. Februar 2026 hat die Stiftung ihre jährlichen Informationen zum Sicherheitsstatus von .eus-Domains veröffentlicht.
Nach den Daten für 2025 stieg die Rate der Cyberattacken im Vergleich zu 2024 um zehn Prozent, wobei Phishing weiterhin die größte Bedrohung darstellt, wenn auch auf insgesamt bescheidenem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelten sich die Phishing-Fälle, von 9 Fällen im Jahr 2024 auf 18 im Jahr 2025. Für Kopfzerbrechen sorgt vor allem, dass die Angriffe verstärkt von außerhalb des Baskenlandes stammen und damit das Vertrauen in den geschützten Namensraum unter .eus beschädigen. Puntueus-Direktor Josu Waliño teilt mit:
Artificial intelligence has broken down language barriers. Attacks now reach us in our own language, making it easier to gain the victim’s trust.
Ein Blick auf den Zeitraum von 2022 bis 2025 verdeutlicht das Wachstum der Angriffsversuche noch mehr. Im Jahr 2022 wurden 29 Fälle erkannt (eine Missbrauchsrate von 0,2 Prozent), davon 6 Fehlalarme; im Jahr 2025 hingegen wurden 117 Fälle erkannt (eine Missbrauchsrate von 0,7 Prozent), mit 46 Fehlalarmen. 2025 begann die Registry daher, künstliche Intelligenz in ihre Überwachungsaktivitäten zu integrieren, um Cyberangriffe vorausschauend zu erkennen. Das Überwachungstool analysiert neu registrierte .eus-Domains und kennzeichnet solche mit potenziellem Risiko, damit sie manuell überprüft werden können. Zusätzlich bietet Puntueus den Dienst BLOCK.EUS an. Dieser Dienst wurde für Unternehmen und Organisationen entwickelt, die von Identitätsdiebstahl bedroht sind, und verhindert Typosquatting sowie Phishing, indem er Tausende von Varianten einer .eus-Domain eines Unternehmens blockiert.