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Feb 2011
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von RA Florian Hitzelberger

Das Ende des IPv4-Adresspools ist nah. Mit Facebook, Google und Yahoo machen sich daher einige Giganten des Internets gemeinsam mit der Internet Society (ISOC) auf, um am 8. Juni 2011 den “World IPv6 Day” zu feiern und dazu aufzurufen, die Umstellung auf das neue Protokoll IPv6 zu fördern.

Gerade noch 24 Adressblöcke mit je etwa 16 Millionen IP-Adressen standen Anfang 2010 für die Verteilung an die fünf regionalen Internet-Registries zur Verfügung, dann sollte der Pool an IP-Adressen mit dem aktuellen Protokoll IPv4 endgültig ausgeschöpft sein. Wie viele Adressen aktuell noch vorhanden sind, ist umstritten, zumal einige Adressblöcke reserviert sind oder nur in speziellen Verteilungsverfahren vergeben werden. Nahezu einig ist man sich aber, dass es allenfalls noch eine Frage von Wochen ist, bis auch dieser Vorrat verbraucht ist. Und die Folgen wären mehr als unangenehm: jedes Gerät im Internet braucht eine eindeutige IP-Adresse, damit der Datenaustausch mit anderen Geräten gelingt; stehen keine IP-Adressen mehr zur Verfügung, ist die eindeutige Adressierung gefährdet bis unmöglich und so folglich der Datenaustausch gefährdet.

Die Lösung des Problems wäre einfach: das IPv4-Nachfolgeprotokoll IPv6 steht seit Jahren in den Startlöchern und verspricht, einen neuen Raum von theoretisch 3,4 x 10 hoch 38 verschiedenen Adressen zu schaffen. Zur Verdeutlichung der Möglichkeiten des neuen Protokolls wählt ICANN ein plastisches Bild: würden alle IPv4-Adressen in einen Blackberry passen, bräuchte man für IPv6 ein Speichermedium der physischen Größe der Erde; eine ausreichende und dauerhafte Versorgung wäre so sichergestellt. Doch der Umstieg verursacht neben technischen Problemen auch erhebliche Kosten, die viele Provider scheuen, auch wenn an dem neuen Protokoll kein Weg vorbeiführt.

Neuen Schub soll der “World IPv6 Day” bringen. Am 8. Juni 2011 werden nach bisherigem Stand Google, Facebook, Yahoo, Akamai, Limelight Networks, Cisco, Meebo, Genius und W3C einen ersten Testlauf veranstalten und ihr Internetangebot auf IPv6 umstellen. Ziel ist es nicht nur, auf das Problem aufmerksam zu machen, sondern auch die praktischen Auswirkungen der Umstellung zu testen. So laufen etwa Internetnutzer, deren Provider das neue Protokoll noch nicht unterstützen, Gefahr, die Webseiten der teilnehmenden Unternehmen nicht aufrufen zu können. Für die Nutzer selbst bleibt nur ein schwacher Trost: sie können oder müssen nichts besonderes tun, um von IPv6 zu profitieren. Ausser ihrem Provider Beine zu machen.

Es gibt einen IPv6-Test, mit dem man testen kann, ob man schon für IPv6 gerüstet ist.

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Stand: 01. Mai 2013
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